Der Hirtenknabe Nikolas; oder, Der deutsche Kinderkreuzzug im Jahre 1212 by Schefer

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By Jacob Brown Posted on Dec 22, 2025
In Category - Hard Sci-Fi
Schefer, Leopold, 1784-1862 Schefer, Leopold, 1784-1862
German
Ever heard of the real Children's Crusade? It wasn't a fairy tale. In 1212, thousands of kids across Europe, convinced by visions, left their homes to 'peacefully' take back Jerusalem. This book follows Nikolas, a young shepherd boy swept up in this desperate, heartbreaking pilgrimage. It's a forgotten slice of medieval history that reads like the darkest kind of adventure. Forget knights in shining armor—this is about faith, innocence, and the terrifying power of an idea. It's haunting and will stick with you long after you finish.
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Spaßvogel _für den lustigen Tag_ mit lachendem Muthe reichlich belohnten. Und sichtbar ist: das Gelobte Land muß uns nur auf Zeit gelobt worden sein, denn sonst hätten _wir's_ ja noch! Wer wagt das zu leugnen? Und froh kann ich sagen: wie vieles Verwirrende haben _wir_ nicht! Wie Vieles sind wir los! Ja, wir und unsere Kinder wetzten kein Taschenmesser, um es uns wieder zu erobern. -- Aber auf dem Hügel ist ja ein Hochgericht! Und sie rammen frische Pfähle ein -- Brandpfähle! Nur etwa für keinen von unsern Leuten! Der Herr erbarm' sich! Aber das sah und hörte der Handelsherr nicht. Denn seine Vaterstadt, die er 18 Jahre jung vor 18 Jahren geflohen, lag vor ihm, wie einst, im unverblichenen Abendsonnengolde, mit dem Himmel aus Purpur bedeckt. Die Mauern glänzten; ihre Thürme leuchteten wie dicke mächtige Kerzen; die Kuppeln der Kirchen und Klöster brannten und ihre hohen Thürme schossen wie Flammen empor _in den Himmel_ und zeigten ihm ihr Kreuz von der Erde; die hohen Fenster glitzerten silbern und funkelten und blendeten die Augen bis hier heraus, daß er sie davor mit den Händen bedecken mußte. Dann streckte er sie aus, nach seinen Lieben darin verlangend und rief aus erschüttertem Herzen: O meine Vaterstadt! O mein liebes Köln! Und die Glocken schlugen darin umher. Dann riefen sie zur Vesper, und rührende Töne und blühende Farben überwältigten ihn, daß er weinte. -- Und der junge Rittersmann, ja selbst der Arzt -- ein Fremder in jeder Heimat -- war doch gerührt. Auch ich bin angesteckt, seufzte er mit einem Lächeln in seinem Angesicht voll schweren Ernst der Welt. Darauf schweifte der kölner Herr mit Blicken umher, nach seiner Väter Burg, mit dem schönen See und dem schönen Garten. Ach, das ist nur die Kilschburg, rief er ungeduldig, das Schloß der alten reichen Schaafhausen, -- und dort nur das Schloß der edeln Hompesche -- dort brennen schon die vielen Töpferofen in Effern, erst ganz blaß und wie der noch in der Abendröthe schon aufgegangene Vollmond scheinlos -- dort das ist das Schloß der kunstliebenden Herren, wie kann man den Namen vergessen -- der Delius, auf Klettenberg -- ach! und dort aus den Linden ragt meiner Väter Schloß, die Lindenburg, und sein See blinkt! und der einstige Römer-Aufwurf, »der Zug«, grünt weit herum schon an vom Frühling. Ach, wenn nur nicht alle meine Väter, Mütter und ihre Freunde dort wie im Bann auf dem großen Kirchhofe da zu Melaten lägen, und sie erwarteten mich jetzt in ihrem Staat, das sollte eine sehenswürdige Gesellschaft sein, und gar erst welche hörenswürdige! Sie hatten die Vorliebe für alle Dörfer auf »Ich«, die sie nacheinander besaßen, als da sind: Fischen-Ich, Kenden-Ich, Mischen-Ich, Mergen-Ich, Leichen-Ich, Mettern-Ich, groß und klein Virn-Ich und zuletzt gar Ichen-Dorf. Sie sprengten auf den Hügel. Und einer der berühmten furchtbaren Stadtmiliz, der sogenannten »_Funken_«, ein alter Funke, der hier auf dem Hügel mit andern über die Arbeiten mit Pickelhaube und Spieß Aufsicht hatte, sah ihn lange und immer wieder an und frug ihn endlich doch: Gestrenger Herr, sind Sie nicht Herr Sinzenich? _Das_ ist blos ein Gesicht eines Sinzenich, das ich viel tausend mal, früh und abends, ja die Nacht im Traume gesehen. Ich war Knappe bei Euerm Großvater. Der alte Elias war Schäfer derzeit, und ist richtig auch in Himmel gefahren. Sein Sohn Elias der Zweite ist aus einem tüchtigen Schäfer nun berufener Scharfrichter geworden, sitzt auf seiner schönen Scharfrichterei wie ein Rathsherr, und sein Enkel, der Nikolas, noch ein junges kluges Blut, hütet wieder die Schafe um Eure Lindenburg. Ich bin der alte Bertram -- und Sie, _sind Sie nicht Herr Sinzenich?_ Die...

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Leopold Schefer’s novel pulls us into a strange and tragic true event. In the early 1200s, after years of failed adult crusades, a movement sparked among the children of Germany and France. They believed their pure faith could succeed where soldiers had failed.

The Story

We follow Nikolas, a shepherd boy who hears the call. He joins a growing band of children and poor followers, led by a charismatic young leader. Their journey is not one of battle, but of hardship: crossing the Alps, facing hunger, and dealing with the harsh reality that many adults they meet are not helpers, but exploiters. The dream of a peaceful, divine journey slowly cracks under the weight of a very cruel world.

Why You Should Read It

This book got under my skin. It’s not a fast-paced adventure; it’s a slow, grim march. The power here is in Nikolas’s perspective. You feel his initial fervor, his confusion, and his dawning horror. Schefer doesn’t just show us history; he makes us feel the devastating cost of blind idealism and the vulnerability of the innocent. It’s a story about how the best intentions can lead to the worst outcomes.

Final Verdict

Perfect for readers who love historical fiction that explores the shadows of the past. If you enjoyed the grim reality of books like The Pillars of the Earth or are fascinated by obscure historical events, this is for you. Be warned: it’s a somber, thought-provoking read, not a light one. But for understanding a moment when childhood was sacrificed for a impossible dream, it’s unforgettable.



🔓 Legacy Content

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Margaret White
6 months ago

Recommended.

Kimberly Martinez
10 months ago

Good quality content.

Donna Lewis
1 year ago

Five stars!

Liam Robinson
10 months ago

After hearing about this author multiple times, it manages to explain difficult concepts in plain English. I would gladly recommend this title.

Noah Thompson
1 month ago

Finally found time to read this!

4.5
4.5 out of 5 (10 User reviews )

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