Die Majoratsherren by Freiherr von Ludwig Achim Arnim

(15 User reviews)   4746
By Jacob Brown Posted on Jan 3, 2026
In Category - Hard Sci-Fi
Arnim, Ludwig Achim, Freiherr von, 1781-1831 Arnim, Ludwig Achim, Freiherr von, 1781-1831
German
Okay, picture this: a dark, crumbling castle, a family with a terrible secret, and a young man who inherits it all. That's the setup for 'Die Majoratsherren' (The Entailed Estate Lords), a wild German Romantic novel that's equal parts ghost story, legal thriller, and family drama. It's not just about who gets the fancy title and the creepy manor. It's about the ghosts—both literal and figurative—that come with it. If you like your classics with a heavy dose of atmosphere, strange twists, and questions about whether we're doomed by our ancestors' sins, this hidden gem from 1819 is calling your name. It's like if Jane Austen decided to write a Gothic mystery after reading too many German folk tales.
Share

Read "Die Majoratsherren by Freiherr von Ludwig Achim Arnim" Online

This book is available in the public domain. Start reading the digital edition below.

START READING FULL BOOK
Instant Access    Mobile Friendly

Book Preview

A short preview of the book’s content is shown below to give you an idea of its style and themes.

im Wege standen, und die sie riesenhaft über die Erde hingezeichnet hat. Welche Gliederung und Abstufung, die sich nicht bloß im Äußern der Gesellschaft zeigte! Jeder einzelne war wieder auch in seinem Ansehn, in seiner Kleidung eine eigene Welt, jeder richtete sich gleichsam für die Ewigkeit auf dieser Erde ein, und wie für alle gesorgt war, so befriedigten auch Geisterbeschwörer und Geisterseher, geheime Gesellschaften und geheimnisvolle Abenteurer, Wundärzte und prophetische Kranke die tiefgeheime Sehnsucht des Herzens, aus der verschlossenen Brusthöhle hinausblicken zu können. Beachten wir den Reichtum dieser Erscheinungen, so drängt sich die Vermutung auf, als ob jenes Menschengeschlecht sich zu voreilig einer höheren Welt genahet habe und, geblendet vom Glanze der halbentschleierten, zur dämmernden Zukunft in frevelnder Selbstvernichtung fortgedrängt, durch die Notdurft an die Gegenwart der Erde gebunden werden mußte, die aller Kraft bedarf und uns in ruhiger Folge jede Anstrengung belohnt. Mit wie vielen Jahrhunderten war jene Zeit durch Stiftungen aller Art verbunden, die alle ernst und wichtig gegen jede Änderung geschützt wurden! So stand in der großen Stadt ... das Majoratshaus der Herren von ..., obgleich seit dreißig Jahren unbewohnt, doch nach dem Inhalte der Stiftung mit Möbeln und Gerät so vollständig erhalten, zu niemands Gebrauch und zu jedermanns Anschauen, daß es, trotz seiner Altertümlichkeit, noch immer für eine besondere Merkwürdigkeit der Stadt gelten konnte. Da wurde jährlich, der Stiftung gemäß, eine bestimmte Summe zur Vermehrung des Silbergeschirrs, des Tischzeugs, der Gemälde, kurz zu allem dem verwendet, was in der Einrichtung eines Hauses auf Dauer Anspruch machen kann, und vor allem hatte sich ein Reichtum der kostbarsten, ältesten Weine in den Kellern gesammelt. Der Majoratsherr lebte mit seiner Mutter in der Fremde und brauchte bei dem übrigen Umfange seiner Einnahme nicht zu vermissen, was er in diesem Hause unbenutzt ließ. Der Haushofmeister zog der Stiftung gemäß alle Uhren auf und fütterte eine bestimmte Zahl von Katzen, welche die nagenden Mäuse wegfangen sollten, und teilte jeden Sonnabend eine gewisse Zahl von Pfennigen an die Armen im Hofe aus. Leicht hätten sich unter diesen Armen, wenn sie sich dessen nicht geschämt hätten, die Verwandten dieses Hauses einfinden können, dessen jüngere Linien bei der Bildung des großen Majorats völlig vergessen worden waren. Überhaupt schien das Majorat wenig Segen zu bringen, denn die reichen Besitzer waren selten ihres Reichtums froh geworden, während die Nichtbesitzer mit Neid zu ihnen aufblickten. So ging täglich vor dem Majoratsgebäude zu bestimmter Stunde ein Vetter des jetzigen Besitzers, ihm durch dreißig Jahre überlegen, aber an Vermögen ihm sehr untergeordnet, mit ernsten Schritten vorbei und schüttelte den Kopf und nahm eine Prise Tabak. Niemand war vielleicht so bekannt bei alt und jung in der ganzen Stadt, wie dieser alte, rotnasige Herr, der gleich dem eisernen Ritter an der Rathausuhr durch sein Heraustreten, noch ehe die Glocke angeschlagen, den Knaben zur Erinnerung der Schulstunde diente, den älteren Bürgern aber als wandernde Probeuhr, um ihre hölzernen Kuckucksuhren darnach zu stellen. Er trug bei den verschiedenartigen Klassen von Leuten verschiedene Namen. Bei den Vornehmen hieß er der Vetter, weil seine Verwandtschaft mit den ersten Familien des Reiches unleugbar und er diese einzige, ihm übrig gebliebene Ehre auch gern mit dieser Anrede geltend machte. Unter den gemeinen Leuten hieß er nur der Leutnant, weil er diese Stelle in seinen jungen Jahren bekleidet hatte, sowie sie ihn noch jetzt bekleiden mußte. Es schien ihm nämlich völlig unbekannt, daß der Kleiderschnitt sich in den dreißig Jahren, die seitdem verflossen, gar sehr verändert hatte. Etwas stärker mochte das Tuch damals wohl noch gearbeitet werden, das zeigten jetzt die mächtigen, wohlgedrehten Fäden, nachdem die Wolle abgetragen war. Der rote Kragen war schon mehr verdorben und...

This is a limited preview. Download the book to read the full content.

Ever felt like your family was a bit... cursed? The hero of this story, a young man named Walter, probably does. He unexpectedly inherits a majorat—a special kind of estate that can't be broken up and must pass to a single heir. The catch? The castle is falling apart, the family history is a mess of shady deals and old crimes, and the place seems to be haunted by more than just bad memories.

The Story

Walter arrives at his new, gloomy home and quickly realizes something is very wrong. The servants are nervous, the local townsfolk whisper, and strange things happen at night. As he digs into the estate's records, he uncovers generations of conflict, betrayal, and a brutal murder that was never solved. The past isn't just history here; it's a living, breathing presence that threatens to destroy his future. The central mystery is whether Walter can break the cycle of his family's legacy or if he's destined to repeat it.

Why You Should Read It

This book is a mood. Arnim builds an incredible atmosphere of dread and decay. It's less about jump scares and more about a deep, unsettling feeling that the world is out of balance because of old wrongs. Walter is a great character to follow—he's rational and wants to do good, but he's up against forces he doesn't fully understand. The story asks big questions about fate, justice, and whether we can ever truly escape where we come from.

Final Verdict

Perfect for readers who love classic Gothic novels but want something a little off the beaten path. If you enjoyed the eerie vibes of 'Frankenstein' or 'The Fall of the House of Usher,' but wished there was more of a historical puzzle to solve, you'll find a lot to love here. It’s a slow-burn, thoughtful ghost story for a rainy afternoon.



🔓 Public Domain Content

You are viewing a work that belongs to the global public domain. You do not need permission to reproduce this work.

Mark Clark
1 year ago

Comprehensive and well-researched.

Jennifer Martinez
4 months ago

If you enjoy this genre, it manages to explain difficult concepts in plain English. This story will stay with me.

Mason Young
1 year ago

Solid story.

Charles Martinez
6 months ago

Great read!

Liam Hernandez
1 year ago

Clear and concise.

5
5 out of 5 (15 User reviews )

Add a Review

Your Rating *
There are no comments for this eBook.
You must log in to post a comment.
Log in


Related eBooks