Ein Kampf um Rom: Historischer Roman. Zweiter Band by Felix Dahn

(6 User reviews)   3832
By Jacob Brown Posted on Jan 3, 2026
In Category - Time Travel
Dahn, Felix, 1834-1912 Dahn, Felix, 1834-1912
German
Hey, have you ever wondered what it would feel like to watch the world you know crumble? That's the heart of Felix Dahn's second volume of 'Ein Kampf um Rom' (A Struggle for Rome). Forget dry history—this book puts you right in the chaos of 6th-century Italy. It's a messy, brutal, and deeply human story about the final collapse of the Ostrogothic kingdom. Think less about dates and more about a proud warrior-king, Totila, trying to hold back an unstoppable tide. The Byzantine Empire is coming, and the question isn't just who will win, but what will be left when the dust settles. It's epic, tragic, and surprisingly moving.
Share

Read "Ein Kampf um Rom: Historischer Roman. Zweiter Band by Felix Dahn" Online

This book is available in the public domain. Start reading the digital edition below.

START READING FULL BOOK
Instant Access    Mobile Friendly

Book Preview

A short preview of the book’s content is shown below to give you an idea of its style and themes.

Blick die Stätte seiner blühenden und duftenden Wissenschaft. Da kam aus dem Roßstall unser kleiner Freund Athalwin im Kranze seiner hellgelben Locken. »Vergiß mir ja nicht, Kakus, einen rostigen Nagel in den Trinkkübel zu werfen. Wachis hat’s noch besonders aufgetragen! Daß er dich nicht wieder schlagen muß, wenn er heimkommt.« Und er warf die Thür zu. »Ewiger Verdruß mit diesen welschen Knechten!« sprach der kleine Hausherr mit wichtigem Stolz. »Seit der Vater fort ist und Wachis ihm ins Lager gefolgt, liegt alles auf mir: denn die Mutter, lieber Gott, ist wohl gut für die Mägde, aber die Knechte brauchen den Mann.« Und mit großem Ernst schritt das Büblein über den Hof. »Und sie haben vor mir gar nicht den rechten Respekt,« sprach er und warf die kirschroten Lippen auf und krauste die weiße Stirn. »Woher soll er auch kommen? Mit nächster Sunnwend bin ich volle neun Jahr: und sie lassen mich noch immer herumgehn mit einem Ding wie ein Kochlöffel.« Und verächtlich riß er an dem kleinen Schwert von Holz in seinem Gurt. »Sie dürften mir keck ein Weidmesser geben, ein rechtes Gewaffen. So kann ich nichts ausrichten und sehe nichts gleich.« Und doch sah er so lieblich, einem zürnenden Eros gleich, in seinem kniekurzen, ärmellosen Röckchen von feinstem weißem Leinen, das die liebe Hand der Mutter gesponnen und genäht und mit einem zierlichen roten Streifen durchwirkt hatte. »Gern lief’ ich noch auf den Anger und brächte der Mutter zum Abend die Waldblumen, die sie so liebt, mehr als unsre stolzesten Gartenblumen. Aber ich muß noch Rundschau halten, ehe sie mir die Thore schließen: denn: »Athalwin, hat der Vater gesagt, wie er ging, halt mir das Erbe recht in acht und wahre mir die Mutter! Ich verlaß mich auf dich!« Und ich gab ihm die Hand drauf. So muß ich Wort halten.« Damit schritt er den Hof entlang, an der Vorderseite des Wohnhauses vorüber, durchmusterte die Nebengebäude zur Rechten und wollte sich eben nach der Rückseite des Gevierts wenden, als er durch lautes Bellen der jungen Hunde zur Linken auf ein Geräusch an dem Holzzaun, der das Ganze umfriedete, merksam wurde. Er schritt nach der bezeichneten Ecke hin und erstaunte: denn auf dem Zaune saß oder über denselben herein stieg eine seltsame Gestalt. Es war ein großer, alter, hagrer Mann in grobem Wams von ganz rauhem Loden, wie ihn die Berghirten trugen: als Mantel hing eine mächtige Wolfsschur unverarbeitet von seinen Schultern nieder, und in der Rechten trug er einen riesigen Bergstock mit scharfer Stahlspitze, mit welchem er die Hunde abwehrte, die zornig an dem Zaun hinaufsprangen. Eilends lief der Knabe hinzu. »Halt, du landfremder Mann, was thust du auf meinem Zaun? – willst du gleich hinaus und herab?« Der Alte stutzte und sah forschend auf den schönen Knaben. »Herunter, sag’ ich!« wiederholte dieser. – »Begrüßt man so in diesem Hof den wegmüden Wandrer?« – »Ja, wenn der wegmüde Wandrer über den Hinterzaun steigt. Bist du was Rechtes und willst du was Rechtes, – da vorn steht das große Hofthor sperrangelweit offen: da komm’ herein.« »Das weiß ich selbst, wenn ich das wollte.« Und er machte Anstalt, in den Hof hereinzusteigen. »Halt,« rief zornig der Kleine, »da kommst du nicht herab! Faß, Griffo! Faß, Wulfo! Und wenn du die zwei jungen nicht scheust, so ruf’ ich die Alte. Dann gieb acht! He Thursa, Thursa, leid’s nicht!« Auf diesen Ruf schoß um die Ecke des Roßstalles ein riesiger, grau borstiger Wolfshund mit wütendem Gebell herbei und schien ohne weiteres dem Eindringling an die Gurgel springen zu wollen. Aber kaum stand das grimmige Tier vor dem Zaun, dem Alten gegenüber, so verwandelte...

This is a limited preview. Download the book to read the full content.

The Story

This book picks up the saga as the once-mighty Ostrogoths are on their last legs. Their great king, Theodoric, is gone, and the Eastern Roman (Byzantine) Empire, led by the brilliant general Belisarius, is determined to reclaim Italy. We follow Totila, a charismatic and doomed Gothic king, as he rallies his people for one final, desperate stand. It's a story of brilliant battles, shifting loyalties, and political schemes, but at its core, it's about a civilization fighting for its very survival.

Why You Should Read It

Dahn doesn't just give you history; he gives you people. Totila isn't a statue—he's a flawed, passionate leader you root for, even knowing how it all ends. The scale is huge, but the moments that stick with you are intimate: a soldier's fear, a spy's dilemma, the quiet grief of a lost homeland. It’s a powerful reminder that 'history' is just a collection of personal stories, all crashing together. Reading this feels less like studying and more like time travel to a pivotal, heartbreaking moment.

Final Verdict

Perfect for anyone who loves a grand, character-driven historical epic. If you enjoy the sweeping drama of books like I, Claudius or The Last Kingdom, but want to explore a less familiar period, this is your next great read. Be prepared—it's not a light adventure. It's a thoughtful, often somber look at the end of an era, and it will stay with you long after the final page.



🔖 Public Domain Notice

This masterpiece is free from copyright limitations. Enjoy reading and sharing without restrictions.

Ashley Scott
1 year ago

I was skeptical at first, but the pacing is just right, keeping you engaged. Definitely a 5-star read.

4.5
4.5 out of 5 (6 User reviews )

Add a Review

Your Rating *
There are no comments for this eBook.
You must log in to post a comment.
Log in


Related eBooks