Der Doppelgänger by Fyodor Dostoyevsky

(6 User reviews)   3456
By Jacob Brown Posted on Jan 3, 2026
In Category - Space Opera
Dostoyevsky, Fyodor, 1821-1881 Dostoyevsky, Fyodor, 1821-1881
German
Ever feel like you're your own worst enemy? That's the terrifying reality for Yakov Petrovich Golyadkin, a low-level clerk in St. Petersburg. His quiet, paranoid life is completely upended when a man who looks exactly like him—same name, same face—shows up at his office. This 'double' is everything Golyadkin is not: charming, confident, and effortlessly successful. As this impostor begins to steal his job, his reputation, and his very identity, Golyadkin's grip on reality starts to slip. This isn't a ghost story; it's a psychological horror story about the monster that might be living inside your own head. It's a short, sharp, and deeply unsettling trip into madness.
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einer sehr großen Mietskaserne, in seiner eigenen Wohnung befand. Nachdem er diese wichtige Entdeckung gemacht hatte, schloß Herr Goljadkin wieder krampfhaft die Augen, als bedauere er, daß der Traum, den er soeben gehabt hatte, entschwunden sei, und als wünsche er, ihn sich wenigstens für einen Augenblick zurückzurufen. Aber einen Augenblick darauf sprang er mit einem Satze aus dem Bette, wahrscheinlich, weil er endlich auf denjenigen Gegenstand gekommen war, um den seine zerstreuten, noch nicht in die gehörige Ordnung gebrachten Gedanken bisher herumgewirbelt waren. Nachdem er aus dem Bette gesprungen war, lief er sogleich zu dem kleinen, runden Spiegel, der auf der Kommode stand. Obgleich die verschlafene, kurzsichtige, ziemlich kahlköpfige Gestalt, die ihm der Spiegel zurückwarf, einen so unbedeutenden Eindruck machte, daß sie auf den ersten Blick entschieden niemandes ausschließliche Aufmerksamkeit fesseln konnte, so war doch ihr Besitzer mit alledem, was er im Spiegel erblickte, anscheinend völlig zufrieden. »Na, das wäre eine böse Geschichte,« sagte Herr Goljadkin halblaut, »das wäre eine böse Geschichte, wenn heute an mir etwas nicht in Ordnung wäre, wenn z. B. irgendetwas schlecht aussähe, ich einen störenden Pickel bekäme oder sonst eine Unannehmlichkeit passierte; vorläufig indes ist es nicht übel; vorläufig geht alles gut.« Sehr erfreut darüber, daß alles gut ging, stellte Herr Goljadkin den Spiegel auf seinen früheren Platz; er selbst aber lief, trotzdem er barfuß war und noch das Kostüm trug, in dem er sich schlafen zu legen pflegte, zum Fenster hin und begann höchlichst interessiert mit den Augen etwas auf dem Hofe zu suchen, auf den die Fenster seiner Wohnung hinausgingen. Anscheinend befriedigte auch das, was er auf dem Hofe erblickte, ihn vollkommen; denn sein Gesicht erglänzte von einem selbstzufriedenen Lächeln. Nachdem er dann einen Blick hinter die Scheidewand in das Kämmerchen seines Dieners Petruschka geworfen und sich überzeugt hatte, daß Petruschka nicht darin war, ging er auf den Fußspitzen an den Tisch, schloß an demselben eine Schublade auf, wühlte in dem hintersten Winkel dieser Schublade umher, zog endlich aus alten, vergilbten Papieren und allerlei Kram eine grüne, abgegriffene Brieftasche heraus, öffnete sie behutsam und blickte vorsichtig und mit Genuß in die abgelegenste, verborgenste Tasche derselben hinein. Wahrscheinlich schaute das Päckchen grünlicher, grauer, bläulicher, rötlicher und sonstiger bunter Banknoten Herrn Goljadkin ebenfalls sehr freundlich und ermutigend an: mit strahlendem Gesichte legte er die geöffnete Brieftasche vor sich auf den Tisch und rieb sich zum Zeichen des größten Vergnügens kräftig die Hände. Endlich nahm er es heraus, sein entzückendes Päckchen Banknoten, und begann, zum hundertsten Male seit dem vorigen Tage, die Scheine durchzuzählen, wobei er einen jeden sorgsam zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger rieb. »Siebenhundertfünfzig Rubel!« flüsterte er zuletzt. »Siebenhundertfünfzig Rubel ... eine tüchtige Summe! Das ist ein hübsches Sümmchen,« fuhr er mit zitternder, durch das Gefühl der Freude ein wenig gedämpfter Stimme fort, indem er das Päckchen in den Händen zusammendrückte und bedeutsam lächelte. »Das ist ein hübsches Sümmchen! Das muß jeder für ein hübsches Sümmchen halten! Jetzt möchte ich den Menschen sehen, für den das eine unbedeutende Summe wäre! Mit einer solchen Summe kann ein Mensch es weit bringen ...« »Aber, was hat denn das zu bedeuten?« dachte Herr Goljadkin. »Wo ist denn Petruschka?« Noch immer dasselbe Kostüm beibehaltend, blickte er zum zweiten Male hinter die Scheidewand. Petruschka war dort wieder nicht vorhanden; nur ein Samowar, der da auf dem Fußboden stand, ärgerte sich, erboste sich und kam außer sich, indem er jeden Augenblick überzukochen drohte und hitzig und schnell in seiner sonderbaren Sprache schnarrend und lispelnd etwas zu Herrn Goljadkin sagte, wahrscheinlich etwa dies: »Nehmt mich doch hin, liebe Leute; ich bin ja vollständig fertig und bereit.« »Hol ihn der Teufel!«...

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The Story

Yakov Petrovich Golyadkin is a man obsessed with status and terrified of social embarrassment. After being humiliated at a party, he wanders through a St. Petersburg snowstorm, only to encounter his exact duplicate. This other Mr. Golyadkin—Golyadkin Junior—moves in next door and gets a job at the same government office. At first friendly, the double quickly becomes a rival. He mimics Golyadkin's mannerisms, tells his secrets, and brilliantly navigates the social world our hero finds so threatening. As the double rises, the original Golyadkin falls, watched by everyone with a mix of pity and scorn. The story follows his frantic, increasingly unhinged attempts to expose the fraud and reclaim his life, leading to a climax that will leave you questioning what is real.

Why You Should Read It

Forget jump scares. The real terror here is watching a mind unravel in real time. Dostoyevsky makes you feel Golyadkin's panic, his desperation, and his crushing loneliness. You're trapped inside his head as the world turns against him. Is the double a real person, a product of his mind, or something else? The book doesn't give easy answers. It's a masterclass in building tension through psychology instead of plot twists. You read it thinking, "This could never happen to me," but then you recognize that nagging voice of self-doubt or that fear of being exposed as a fraud. It hits uncomfortably close to home.

Final Verdict

This is a book for readers who love a deep character study and don't mind a story that lives in the gray areas of the mind. It's perfect if you enjoyed the paranoid atmosphere of The Tell-Tale Heart or the bureaucratic nightmares of Kafka. It's not a long book, but it's a dense and intense one. Be prepared for a protagonist who is often frustrating, sometimes pathetic, but always fascinating. If you're looking for a straightforward mystery with a clean solution, look elsewhere. But if you want to spend a few hours inside a brilliantly crafted psychological nightmare, The Double is waiting for you.



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Robert Davis
1 year ago

Fast paced, good book.

4.5
4.5 out of 5 (6 User reviews )

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